Mittwoch, 22. Februar 2017



Atemlos 

Atemlos, die Hände zum Himmel und mit einem Pferd auf dem Flur, wache ich morgens auf. Das ist heftig. 

 
Wie bitte kommt das jetzt in meinen Kopf? Oh Mann! Ich tanze aus der Dusche. Die Zahnbürste surrt. Als ich schließlich das Make-up im Spiegel kontrolliere, denke ich „Tätä, Tätä, Tätä, Tusch!“

Mittwoch, 1. Februar 2017

Mein Opa Teppich knüpfend auf dem Balkon

Fünf Mark für keinen Haarschnitt

 

Am folgenden Samstag machte ich mich also ausnahmsweise schon eine halbe Stunde früher auf den Weg zu meiner Omma zum Haaremachen. Das lief ab wie gehabt. Für den Haarschnitt von Oppa Karl hatte ich eine halbe Stunde eingeplant. Also eher für seinen Haarkranz.
 

Einmal Pläte polieren. Das sollte doch wohl nicht so schwer sein, zumal Oppa weitaus unkomplizierter mit seiner verbleibenden Haarpracht umging als meine Omma. Männer sind da irgendwie lockerer. Ältere. Oder?

Sonntag, 29. Januar 2017



Verhör mit Lockenwicklern 


Früher hatte ich jeden Samstag einen festen Termin. Und zwar um elf. Um elf Uhr deshalb, weil es Punkt zwölf Mittag gab. Nicht Mittagessen etwa. Nein, Mittag! 

Kurz vor elf stiefelte ich also die beiden Etagen zu meinen Großeltern hoch und wurde grundsätzlich von meiner Omma mit den Worten „Ach Kind, was haste denn da wieder an?“ im Empfang genommen. Mit meiner Art Mode zu interpretieren, war meine Omma nicht einverstanden.